Bildschirm-Pause für die Augen: Einfache Übungen, die einen spürbaren Unterschied machen

Bildschirm-Pause für die Augen: Einfache Übungen, die einen spürbaren Unterschied machen

Wir verbringen heute mehr Zeit vor Bildschirmen als je zuvor – im Büro, im Homeoffice, beim Streaming oder auf dem Smartphone. Unsere Augen sind dabei ständig gefordert und bekommen selten echte Erholung. Viele Menschen in Deutschland klagen über trockene, müde oder brennende Augen nach einem langen Arbeitstag. Auf Dauer kann das zu Verspannungen, Kopfschmerzen und Konzentrationsproblemen führen. Doch schon kleine Pausen und einfache Übungen können helfen, die Augen zu entlasten und Beschwerden vorzubeugen.
Warum die Augen ermüden
Beim Blick auf den Bildschirm blinzeln wir deutlich seltener als sonst. Dadurch verdunstet der Tränenfilm schneller, und die Augenoberfläche trocknet aus. Gleichzeitig müssen die Augenmuskeln dauerhaft auf kurze Distanz fokussieren – das führt zu Anspannung und Ermüdung.
Typische Symptome sind:
- Trockenheit oder Brennen in den Augen
- Verschwommenes Sehen am Nachmittag oder Abend
- Druckgefühl hinter den Augen oder Kopfschmerzen
- Gesteigerte Lichtempfindlichkeit
Wer die Ursachen kennt, kann gezielt gegensteuern.
Die 20-20-20-Regel – die einfachste Pause
Eine der bekanntesten und effektivsten Methoden zur Entlastung der Augen ist die 20-20-20-Regel. Sie besagt: Alle 20 Minuten sollte man für 20 Sekunden auf etwas schauen, das mindestens 20 Fuß (etwa 6 Meter) entfernt ist. So können sich die Augenmuskeln entspannen und neu fokussieren.
Ein Timer oder eine Erinnerungs-App kann helfen, diese kleine Routine in den Alltag zu integrieren. Der Aufwand ist minimal, der Effekt spürbar – besonders bei langen Bildschirmtagen.
Übungen für entspannte und starke Augen
Wie der Körper profitieren auch die Augen von Bewegung. Diese drei einfachen Übungen lassen sich überall durchführen – im Büro, im Zug oder zu Hause:
- Fokuswechsel: Halte einen Finger etwa 20 cm vor die Nase und fixiere ihn. Schaue dann auf einen Punkt in der Ferne. Wiederhole das zehnmal. Diese Übung trainiert die Fähigkeit, zwischen Nah- und Fernsicht zu wechseln.
- Augenrollen: Schließe die Augen und bewege sie langsam in großen Kreisen – erst im Uhrzeigersinn, dann in die andere Richtung. Das lockert die Augenmuskulatur.
- Palming: Reibe die Handflächen aneinander, bis sie warm sind, und lege sie sanft über die geschlossenen Augen. Genieße die Dunkelheit und Wärme für etwa 30 Sekunden. Das beruhigt und entspannt.
Diese kurzen Übungen können mehrmals täglich durchgeführt werden – ideal in kleinen Pausen zwischen Aufgaben oder Meetings.
Gute Bildschirmgewohnheiten schaffen
Neben gezielten Übungen helfen auch kleine Anpassungen am Arbeitsplatz, um die Augen zu schonen:
- Richtige Beleuchtung: Vermeide grelles Licht hinter dem Bildschirm und störende Reflexionen. Eine indirekte, warme Lichtquelle ist angenehmer.
- Optimale Bildschirmposition: Der Monitor sollte etwa eine Armlänge entfernt stehen, die obere Kante leicht unter Augenhöhe.
- Bewusst blinzeln: Gerade bei konzentrierter Arbeit vergisst man oft zu blinzeln. Ein bewusster Lidschlag hält die Augen feucht.
- Künstliche Tränen: Bei anhaltender Trockenheit können befeuchtende Augentropfen aus der Apotheke helfen – besonders in klimatisierten Büros.
Solche kleinen Veränderungen können die Belastung der Augen deutlich reduzieren.
Echte Pausen für die Augen
Auch wenn Übungen und gute Gewohnheiten helfen – die beste Erholung ist immer noch eine echte Pause ohne Bildschirm. Ein kurzer Spaziergang, ein Blick aus dem Fenster oder ein paar Minuten mit geschlossenen Augen wirken Wunder. Natürliches Tageslicht und der Blick in die Ferne – etwa auf Bäume oder den Himmel – entspannen die Augen auf natürliche Weise.
Wer viele Stunden am Computer arbeitet, kann außerdem Aufgaben, die kein Sehen erfordern, gezielt als „Augenpausen“ einplanen – etwa Telefonate oder kurze Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen.
Kleine Schritte, große Wirkung
Schon wenige Veränderungen im Alltag können einen großen Unterschied machen. Beginne mit einer einfachen Routine – zum Beispiel der 20-20-20-Regel oder einer kurzen Übung nach der Mittagspause. Nach einigen Tagen wirst du merken, dass deine Augen weniger müde sind und du dich besser konzentrieren kannst.
Augenpflege bedeutet nicht nur, das Sehvermögen zu erhalten, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden zu fördern. Eine bewusste Bildschirm-Pause ist daher keine verlorene Zeit – sondern eine Investition in Energie, Gesundheit und Fokus.

















